Junge Toptalente im Bauhandwerk fahren zur Deutschen Meisterschaft in Berlin

Freude im heimischen Bauhandwerk: Vier junge Handwerksgesellen aus unterschiedlichen Berufsfeldern, die allesamt ihre überbetriebliche Ausbildung im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal absolviert haben, konnten den Leistungsvergleich auf Landesebene für sich entscheiden. Sie gehören damit zu den Toptalenten des Handwerks in NRW und wurden in einer kleinen Feierstunde in Kreuztal-Fellinghausen für ihre Leistung geehrt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder solch erfolgreiche junge Menschen dabeihaben, die im Landesvergleich derart gut abgeschnitten haben. Herzlichen Glückwunsch! Das ist eine super Leistung“, eröffnete Heiko Schmid, Technischer Geschäftsführer des AWZ Bau, die Veranstaltung.

Bestleistungen in vier Gewerken

Im NRW-weiten Vergleich der Leistungen aus der Gesellenprüfung lag Max Beichler (Straßenbauer, Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG) ganz vorn: der Junghandwerker aus dem Kammerbezirk der IHK Siegen wurde zum Landesbesten 2022 gekürt. Aaron Masuch (Maurer, Arns Bau GmbH, Wenden), Samuel Schießl (Zimmerer, Ewald Sahm GmbH, Burbach) und Nikolas Koch (Stuckateur, Theo + Guido Hesse GmbH, Olpe) konnten sich im direkten Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks in ihren Gewerken durchsetzen und wurden jeweils zum Landessieger NRW ausgezeichnet. Damit zogen sie automatisch das Ticket für die deutschen Meisterschaften in Berlin, bei denen sich die 16 besten Junghandwerkerinnen und Junghandwerker aus ganz Deutschland auf Bundesebene messen. Die Wettbewerbsvorbereitungen absolvierte Aaron Masuch in den „heimischen Hallen“ im AWZ Bau. Hier standen seine Ausbilder mit Rat und Tat zur Seite. Für Nikolas Koch und Samuel Schießl ging es jeweils zum externen Vorbereitungstraining.

AWZ Bau-Geschäftsführer Heiko Schmid (r.) sowie die Vertreter der Bauinnung (Obermeister Stephan Hundhausen, l.) und der Zimmerer-Innung (stellv. Obermeister Georg Sting, 2.v.r.) freuen sich mit den erfolgreichen Junghandwerkern.

Deutschlands bester Handwerksnachwuchs misst sich in Berlin

Thomas Rademacher, Ausbilder im Maurer- und Stuckateurhandwerk erläuterte noch einmal, was beim Leistungswettbewerb auf Bundesebene in Berlin auf die Junghandwerker zukommt und resümiert: „Das werden drei harte Tage, an denen man alles geben muss. Aber auch jetzt habt ihr bereits Besonderes geleistet. Die Vorbereitungen sind vielversprechend und die Motivation sehr hoch. Am Wettbewerbstag kommt natürlich auch Nervosität hinzu. Hier braucht man Selbstvertrauen und das nötige Quäntchen Glück.“ Zur moralischen und seelischen Unterstützung wird Thomas Rademacher die Jungs nach Berlin begleiten. Ausbilder Ralf Meding erklärt, wie der Wettbewerb im Zimmererhandwerk abläuft. „Bei den Zimmerern geht es oftmals um spektakuläre Dachkonstruktionen. Was hier verlangt wird, überschreitet teilweise Meisterniveau. An Tag 1 geht es überwiegend um die Planung und Zeichnung. Hier ist für die Zuschauer noch nicht viel zu sehen. Umso spannender wird es dann an Tag 3. Dann sieht man das Ergebnis und es zeigt sich, ob wirklich alles passt. Aber unabhängig davon, wie es in Berlin läuft: Dass wir hier vier junge Menschen stehen haben, die zu den Besten in ganz Deutschland gehören, ist einfach spitze“, so Ralf Meding, Fachbereichsleiter Ausbildung und duales Studium.

„Ihr zeigt die Leistungsfähigkeit des Handwerks in der Region“

Auch der Vorstandsvorsitzende des AWZ Bau und Obermeister der Bauinnung WestfalenSüd, Stephan Hundhausen, ließ es sich nicht nehmen, den jungen Handwerkern persönlich zu gratulieren: „Herzlichen Glückwunsch! Das war bis hierher eine großartige Handwerksleistung, die Sie gezeigt haben. Dazu gehört ein gewisser Ehrgeiz. Ihre Leistungen zeigen auch stellvertretend die Leistungsfähigkeit unserer Handwerksbetriebe in der Region. Wir sind eine starke Handwerksregion. Daran ist auch das AWZ Bau maßgeblich beteiligt. Mein Dank geht heute auch an die Familien, Ausbilder und die Ausbildungsbetriebe, denn die haben Sie begleitet, Ihr Talent erkannt und gefördert. Nutzen Sie Ihr Talent auch weiterhin – besonders in der Berufsentwicklung im Handwerk – denn Sie sind das Aushängeschild für unsere Region.“

Abschließend überreichen Heiko Schmid sowie Obermeister Stephan Hundhausen (Bauinnung) und stellv. Obermeister Georg Sting (Zimmerer-Innung) den erfolgreichen jungen Männern einen personalisierten gläsernen Pokal und einen hochwertigen Akkuschrauber als Anerkennung für die herausragende Leistung. Freudestrahlend nahmen die jungen Männer die Geschenke entgegen.

Zum großen Foto: Sie sind die Besten ihres Gewerks in NRW (v.l.): Max Beichler (Straßenbauer, 1. Platz Landesvergleich IHK, Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Siegen), Nikolas Koch (Theo + Guido Hesse GmbH, Olpe), Aaron Masuch (Maurer, Arns Bau GmbH, Wenden) und Samuel Schießl (Zimmerer, Ewald Sahm GmbH, Burbach).

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