In der JVA Attendorn werden wieder Weihnachtsartikel angeboten

Im letzten Jahr öffnete der Verkaufsraum der Eigenbetriebe in der JVA Attendorn. Hier können seither ganzjährig die Produkte der anstaltseigenen Betriebe erworben werden.

Nach den vielen positiven Rückmeldungen des vergangenen Jahres, werden auch dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit die Öffnungszeiten angepasst und die Ausstellungsfläche erweitert. Vor dem Verkaufsraum wird eine Weihnachtsmarkthütte mit den von den Gefangenen gefertigten Weihnachtsartikeln stehen.

Im Sortiment befinden sich ca. 180 verschiedene Artikel, die von den Inhaftierten hergestellt wurden. Angeboten werden u.a. Holzspielzeuge, Geschenkartikel, Grußkarten, Biegepuppen, Holzfiguren und Gestecke. Zum jetzigen Zeitpunkt sind ca. 4200 große und kleine Artikel vorrätig.

Die Öffnungszeiten im November und Dezember:

Montag bis Donnerstag: 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Die Öffnungszeiten von Januar bis Oktober:
Montag bis Donnerstag: 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Freitag: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Der Verkaufsraum befindet sich im Gutsgebäude der JVA und ist von der Straße „Biggeweg“ aus über einen eigenen Eingang zu erreichen.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Sollte der Laden während der Öffnungszeiten nicht besetzt sein, kann unter der Tel.-Nr. 02722-920 2550 das Personal gerufen werden.

Für Besucher stehen am Biggeweg ausgewiesene Besucherparkplätze zwischen dem Eingang zum Verkaufsraum und der Pforte zur Verfügung.

Hinweis: Aus technischen Gründen ist eine Kartenzahlung nicht möglich.

Daten und Fakten:

Der Betrieb ist seit Herbst 2020 aufgeteilt in die klassische Arbeitstherapie, für Inhaftierte mit einem besonderen Therapiebedürfnis, und einen Produktionsbetrieb. Die Grenzen sind durchlässig in beide Richtungen, d.h. entsteht ein Bedarf an Therapie, ist ein Wechsel in die Arbeitstherapie möglich, ist eine Therapie erfolgreich beendet erfolgt, ein Wechsel in den Produktionsbereich.

Beschäftigungsstand:

  • Die 40 Arbeitsplätze im offenen Vollzug wurden durchschnittlich von 9 Inhaftierten belegt; die
    höchste Beschäftigungszahl lag bei 17 Inhaftierten
  • Insgesamt 65 beschäftigte Inhaftierte bis Ende November
  • Teilnehmer mit der kürzesten Verweildauer: 3 Stunden
  • Teilnehmer mit der längsten Verweildauer: 8 Monate

Resonanz auf den neuen Verkaufsraum „Die Spielzeugwerkstatt“ im Gutsgebäude
Seit einem Jahr ist der neue Verkaufsraum mit eigenem Außeneingang in Betrieb. Es gab im vergangenen Jahr viele positive Rückmeldungen, insbesondere zur unkomplizierten Einkaufsmöglichkeit (Wartezeit und Weg über das Anstaltsgelände entfällt). Finanziell liegen die Einnahmen des letztjährigen Weihnachtsverkaufs 25% unter dem Durchschnitt der letzten Jahre, der Verkauf in den übrigen Monaten ist allerdings ca. 20% höher als in der Vergangenheit. Übertragen auf ein ganzes Jahr liegen die Gesamteinnahmen 15% unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Es zeichnet sich eine Tendenz ab, dass mehr Kunden die Möglichkeit nutzen, im laufenden Jahr die Produkte zu kaufen, nicht nur zur Weihnachtszeit, das deckt sich auch mit den Kundengesprächen. Eine Steigerung der Bekanntheit des Ladens ist jedoch nach wie vor sehr wichtig; das Dauerangebot ist noch lange nicht für jedermann Normalität.

Zusätzlich zu den Holzartikeln wurden im Laden Erzeugnisse des Gartens und eines Bienenprojekts angeboten.