Aktuelles aus Olpe und Umkreis

25 Jahre Kinderhospizverein: Grußwort des Bundespräsidenten

Bundespräsident Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 10. Februar dem Deutschen Kinderhospizverein in Olpe anlässlich des 25. Jubiläums ein Grußwort geschickt:

Mein Glückwunsch zum Jubiläum ist mit einem großen Dank verbunden. Vor 25 Jahren haben sechs Familien die Idee der Hospizversorgung für Kinder und ihre Angehörige in Deutschland heimisch gemacht. Was damals ein Novum war, ist zu einem bewährten Netzwerk der Hilfe in unserem Land geworden. Mehr als 20 Hospizdienste arbeiten in der Trägerschaft Ihres Vereins. Auch Jugendliche und junge Erwachsene finden bei Ihnen Unterstützung – Menschen, die vielleicht nur noch Wochen oder Monate, vielleicht auch einige Jahre zu leben haben.

Wenn der Tod so früh im Leben unausweichlich wird, bleibt die Gesellschaft oft sprachlos, und Eltern, Großeltern, Geschwister der Erkrankten sind mit ihren Sorgen allein. Wie erklärt man einem fünf-Jährigen, warum er mit Schläuchen und Apparaten verbunden ist? Wie tröstet man eine Schülerin, die weiß, dass sie viele große Erfahrungen des Lebens – den ersten Freund, das Abitur, die Familiengründung – nicht machen wird? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderhospizvereins finden in solchen Momenten Worte. Mehr noch: Sie schaffen es, in der kostbaren Zeit so oft wie möglich das Leben und nicht das Sterben in den Mittelpunkt zu rücken. Sie geben Halt und Hilfe. Sie begleiten Familien durch ihren fordernden Alltag bis in die schwersten Stunden.

Und Sie sind auch nach dem Abschied noch da, um Trost zu geben. Unzählige Angehörige haben durch Sie gelernt, loszulassen und nach aufwühlenden Zeiten wieder zur Ruhe zu finden.

Wer in solchen Grenzsituationen für andere stark ist, braucht großes Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft zur Nächstenliebe. Und er braucht Sachkenntnis über komplexe Themen wie Psychologie und Palliativmedizin. Für diese anspruchsvollen Aufgaben hat der Kinderhospizverein viel Expertise gesammelt und bildet seine Aktiven selbst aus. Rund 800 Frauen und Männer verschenken ehrenamtlich ihre Zuwendung, vor allem ihre Kraft. Das ist unbezahlte und unbezahlbare Zeit. Für dieses unvergleichliche Engagement danke ich Ihnen herzlich!

Das gute Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt gehört sicher zu den großen Errungenschaften der vergangenen 25 Jahre. Weitere möchte ich würdigen:
Ihre Angebote an der Deutschen Kinderhospiz-Akademie, Ihr Eintreten für die ambulante Versorgung, Ihre Mitwirkung in politischen Gremien und Ihr unermüdliches Wirken in der öffentlichen Debatte. In den vergangenen Monaten ist in Deutschland deutlich mehr als zuvor über das Sterben und unseren Umgang damit gesprochen worden. Das ist eine wichtige Entwicklung, und ich bin froh, dass auch in den Parlamenten so ernsthaft und ehrlich debattiert wird.

Ich wünsche mir, dass Aktive aus dem Hospizbereich – Aktive wie Sie – die Diskussion weiterhin bereichern und ihre Erfahrungen einbringen. Denn es gibt wenige Menschen, die so überzeugend wie Sie vermitteln können, dass zu einem Sterben in Würde eine achtsame, fürsorgliche, verantwortungsbewusste Gemeinschaft gehört. (Foto: Bundespräsidialamt)

 

Hospitalgesellschaft: Grund- und Regelversorgung im Kreis Olpe zukunftsfest gestalten

Jahresampfang im Olper Szt.Martinus-Hospital

Zum traditionellen Neujahrsempfang der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen versammelten sich wieder zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Cafeteria des St. Martinus-Hospitals. Nach einer von Pfarrer Clemens Steiling zelebrierten Messe in der Krankenhauskapelle begrüßte die Verwaltungsratsvorsitzende Frau Dr. Bettina Wolf alle Anwesenden und insbesondere die langverdienten Jubilare.

Frau Dr. Wolf von Weihnachtsfeiertagen im Krankenhaus beeindruckt

Ihre Weihnachtsfeiertage seien stark geprägt gewesen von den Eindrücken der Weihnachtsfeier und den Gesprächen mit den Patientinnen und Patienten, die über die Feiertage im Hospital bleiben mussten. Den Geist der Weihnacht und des christlichen Miteinanders habe sie schon lange nicht mehr so intensiv gespürt. Der Besuch an Heiligabend und ihre Tätigkeit im Verwaltungsrat seien zwar ein Ehrenamt, aber inzwischen auch eine echte Herzensangelegenheit geworden, unter dessen Eindrücke sie auch heute noch stehe. Dass dieser Geist gepflegt werde, könne nicht genug betont werden und ihr besonderer Dank galt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über die Feiertage ihren aufopferungsvollen Dienst geleistet hätten. Sie stellte heraus, dass es diesen Geist bei allen wirtschaftlichen Herausforderungen zu wahren gelte. Denn auch in 2014 habe man erfahren, dass Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren bundesweit und eben auch in der Region in ihrer Existenz bedroht seien und kaum wirtschaftlich arbeiten könnten. Für das kommende Jahr sei zunächst auch keine wirkliche Besserung in Sicht. Mit dem im Dezember letzten Jahres vorgelegten Eckpunktepapier habe die Politik die Weichen richtig gestellt, allerdings bleibe der Druck der Personalrationalisierung weiterhin bestehen. „Das Eckpunktepapier sieht leider keine Möglichkeiten zur Refinanzierung von Tarifsteigerungen oberhalb des Orientierungswertes vor“, monierte die Verwaltungsratsvorsitzende. Die für Außenstehende komplex wirkende Finanzierungssystematik habe für die Krankenhäuser eine existenzielle Bedeutung. Wie schwierig es sei eine wirtschaftliche und dabei qualitativ hochwertige Versorgung aufrecht zu erhalten, sehe man an Schließungen von Medizinischen Versorgungszentren und Entlassungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Verwaltungsrat unterstütze man die Geschäftsführung bei den umfangreichen Bemühungen, die medizinische Versorgung der Menschen in und um Olpe zu sichern. Die Patientinnen und Patienten in Olpe und Lennestadt könnten sich weiterhin darauf verlassen, dass die Einrichtungen der Hospitalgesellschaft auch in einer persönlichen Notsituation für sie da sind.

Grund- und Regelversorgung zukunftsfest gestalten

Das Ziel bleibe ausdrücklich, die Grund- und Regelversorgung im Kreis Olpe zukunftsfest zu gestalten. Um eine weiterhin flächendeckende patientennahe und hochwertige Versorgung am Wohnort zu sichern appellierte Wolf allerdings an die Politik: „Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass die Vergütung der Krankenhäuser eine solide Finanzierung der Ressourcen für die personelle Ausstattung und gute Arbeitsbedingungen ermöglicht. Wir müssen in die Lage versetzt werden, Kosten- und Tariflohnsteigerungen zu refinanzieren.“

Fachkräftemangel entgegen wirken

Die Hospitalgesellschaft setze alles daran, die Arbeitsplätze in den Häusern zu sichern und mit guten Fachkräften zu besetzen. Daraus folge die Verpflichtung, durch qualitativ und quantitativ gute Aus- und Weiterbildung dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Abschließend freue sich Frau Dr. Wolf auf die schönste Aufgabe des Abends, die Ehrung der langjährigen Fachkräfte. Die Mitglieder des Verwaltungsrates wüssten, wie engagiert und fleißig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren anspruchsvollen Dienst an den kranken- und pflegebedürftigen Menschen verrichten. Ohne den Beziehungsreichtum zwischen Ärzten und Pflegepersonal, Verwaltungsmitarbeitern, Küchen- und Reinigungskräften, Haustechnikern und den Damen und Herren am Empfang und vielen weiteren ehrenamtlich am Krankenbett und hinter den Kulissen Tätigen sei auch ein katholisches Haus nur ein Haus. Sie ermutigte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zukunft der Hospitalgesellschaft mit Mut, Kreativität, Tatkraft und Ideenreichtum aktiv mitzugestalten. „Sagen Sie uns bzw. der Geschäftsführung, was wir unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anders oder besser machen können. Finden wir gemeinsam heraus, wo vielleicht Ressourcen noch nicht optimal genutzt werden oder Chancen nicht realisiert werden.“ Zusammen mit dem Geschäftsführer Wolfgang Nolte nahm sie dann die Ehrung vor.

Zahlreiche Jubilare

Für 40 Jahre wurden Gabriele Gördemann (Krankenschwester, OP) und Hannelore Nathen (Krankenschwester, Station 5B) geehrt. Über ihr 25-jähriges Dienstjubiläum freuen sich Michael Wosnitza (Vorsitzender der Mitarbeitervertretung), Zofia Pilka (Krankenschwester, Station 1A), Elvira Kügler (Krankenschwester, Station 5B), Anke Seinsche (Krankenschwester, Station 5A), Mechthild Wosnitza (Krankenschwester, Station 3D), Dr. Ursula Schürholz (Fachärztin, Innere Medizin), Lucie Stahl (Krankenschwester, Station 3D), Helena Halbe (Krankenschwester, Herznotfallstation), Marion Habig (Krankenschwester, Station 3D), Daniela Langemann (Krankenschwester, Station 5A), Natascha Meurer (Krankenschwester, OP), Michael Valperz (Krankenpfleger, versch. Stationen), Antje Flüch (Bademeisterin, Physikalische Therapie), Sigrid Remy (Leitende Krankenschwester, Zentrale Endoskopie), Dr. Martin Quast (Oberarzt, Institut für Anästhesie), Monika Keseberg (Küchenhilfe, Haus Elisabeth), Panagiota Velisaridou (Spülhilfe, Spülküche), Ingo Steiger (EDV-Leiter, EDV), Claudia Cesarek (Krankenschwester, Station 1D) und Dr. Martin Warmuth (Arzt, Institut für Anästhesie).

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